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Infinma: Die beitragsstabilsten Berufsunfähigkeits-Versicherer

21.7.2020 – Laut dem Analysehaus haben von „mehr als 40“ Anbietern von BU-Tarifen 28 seit mehr als 20 Jahren die Nettobeträge nicht angehoben. Darunter sind elf Unternehmen, die in einer Untersuchung von Franke und Bornberg in dem Untersuchungszeitraum mit Anpassungen aufgefallen sind.

Die Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH hat die Lebensversicherer zur Beitragsstabilität in der Berufsunfähigkeits-Versicherung befragt. Geantwortet hätten bis zum 17. Juli „mehr als 40“ Unternehmen, darunter „nahezu alle bekannten BU-Anbieter“.

Als beitragsstabil im Sinne der Umfrage gelten Versicherer, die in den letzten 20 Jahren ihre Überschussbeteiligung im Bestand nicht verringert haben, so dass die Nettobeiträge nicht gestiegen sind. Untersucht wurden Tarife der ungeförderten privaten Vorsorge (3. Schicht).

Für Gesellschaften, die ihre selbstständige Berufsunfähigkeits-Versicherung (SBU) noch nicht lange genug anbieten, wurden alternativ auch die Daten für eine Risiko-Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) akzeptiert.

28 BU-Versicherer sind seit mindestens 20 Jahren beitragsstabil

Als Anbieter mit mehr als 20 Jahren für Bestandskunden nicht erhöhten Nettoprämien nennt das Analysehaus diese Anbieter:

Die Liste ist, ergänzt mit zusätzlichen Angaben, aber teilweise falschen Schreibweisen der Firmen, auf einer Infinma-Internetseite zu finden. Dort sind zudem neun weitere Gesellschaften mit einer Beitragsstabilität von zehn bis 20 Jahren aufgeführt.

„Anpassungen sind eher die Ausnahme“

Die Anbieter wiesen „eine konstant hohe Stabilität ihrer BU-Prämien auf“, kommentiert Infinma und ergänzt: „Anpassungen der Zahlprämie im Bestand eines Versicherers sind also offensichtlich eher die Ausnahme, auch wenn diverse Presse-Veröffentlichungen in der Vergangenheit etwas anderes suggerieren wollten.

Eine Erklärung hierfür dürfte vor allem darin liegen, dass sich schlechte Nachrichten besser verkaufen lassen als gute und somit vermeintlich spektakuläre Prämienanpassungen entsprechend vermarktet worden sind.“

Gemeint sein könnten Erhöhungen der Nettoprämien wie zum Beispiel bei der WWK Lebensversicherung a.G. im vorletzten Jahr (VersicherungsJournal 29.1.2018, 8.2.2018).

Widersprüchliche Angaben

Von den Versicherern, die Infinma als seit mehr als 20 Jahren stabil aufführt, sind manche allerdings laut einer Untersuchung der Franke und Bornberg GmbH aus 2014 im Zeitraum 2002 bis 2012 mit Absenkungen aufgefallen.

Dazu gehören die Generali (früher Aachenmünchener), Bayern-Versicherung, Condor, Cosmos, Gothaer, HDI, LV 1871, Münchener Verein, R+V, SV und Zurich (19.12.2014).

Franke und Bornberg hat in diesem Jahr im Map-Report Nummer 913 – „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeits-Versicherer“ neben den Nettoprämien einige weitere Kriterien untersucht. Dabei erhielten Swiss Life, Allianz, Aachenmünchener (jetzt Generali), LV 1871, Ergo Vorsorge, Nürnberger und Stuttgarter die besten Bewertungen (31.1.2020).

Über den Aspekt der Beitragsstabilität hinaus ist auch das „M&M Rating Berufsunfähigkeit“ der Morgen & Morgen GmbH (M&M) angelegt (14.5.2020).

Das Preisrisiko ist je nach Tarif unterschiedlich

Die Beiträge in der Lebensversicherung bleiben – von Ausnahmen abgesehen – während der Vertragslaufzeit gleich. Deshalb müssen Puffer für Unvorhergesehenes einkalkuliert werden. Dadurch entstehen normalerweise Überschüsse, die meist als Sofort-Überschussbeteiligung von dem Bruttobeitrag abgezogen werden.

Die Kalkulationen fallen allerdings bei den einzelnen Gesellschaften unterschiedlich aus. Das zeigt sind an den Differenzen zwischen den Brutto- und den Nettobeiträgen. Die können laut Map-Report zwischen 19 und 60 Prozent liegen (14.1.2019). Dem entsprechend kann das Risiko von Steigerungen der Nettobeiträge je nach Versicherer und Tarif sehr unterschiedlich sein.

Claus-Peter Meyer

Quelle: https://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/infinma-die-beitragsstabilsten-berufsunfaehigkeits-versicherer-139355.php?vc=rss_artikel&vk=139355

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Paketlösungen macht bAV für Angestellte attraktiver

25. Juni 2020 – Was macht betriebliche Altersvorsorge (bAV) für Arbeitnehmer in Deutschland attraktiver? Wenn der Arbeitgeber seinen Angestellten eine komplett vorkonfigurierte Paketlösung auf den Tisch legt. Diese Schlussfolgerung geht aus einem aktuellen Whitepaper des Beratungs- und Dienstleistungs-Unternehmens Aon hervor

Das Thema betriebliche Altersvorsorge wird immer wieder heiß diskutiert. Aber wie kann man das Konzept für Arbeitnehmer ansprechender gestalten? Unter dem Titel „bAV im Spagat zwischen frei und paternalistisch“ beschäftigt sich ein Whitepaper von Aon mit konkreten Vorschlägen, wie Arbeitgeber ein solches Modell in der Praxis umsetzen können.

Beispielsweise können sich Paketlösungen bei bestimmten Zielgruppen positiv auswirken. Denkbar sind die Kategorien „Frühstarter“ (Arbeitnehmer unter 35, ohne Kinder), „Dauerläufer (Arbeitnehmer 35-50 Jahre, ohne Kinder), „Endspurtler“ (Arbeitnehmer ab 50, ohne Kinder) und „Bergwanderer“ (Arbeitnehmer jeden Alters, mit Kindern). Diesen Gruppen sind bereits Beitragshöhen und -verläufe sowie Leistungen zugeordnet – mit der Option, sich auch für einen anderen Standard bzw. einen anderen Beitragssatz zu entscheiden. Die Beteiligung des Unternehmens kann dabei als Stellschraube dienen, zur Mitarbeiterbeteiligung motivieren und nachhaltiges Sparverhalten zum Beispiel in Form von Boni belohnen.

„Es fällt Menschen leichter, vorkonfigurierten Lösungen zuzustimmen, als in einem Dschungel von Möglichkeiten eine Entscheidung zu treffen“, ist Carsten Hölscher überzeugt. Er ist Partner bei Aon Retirement Solutions und Autor des Whitepapers. „Vor allem dann, wenn dieser Standard auch noch Raum lässt für individuelle Gestaltung. Doch selbst ohne eine individuelle Gestaltung ist es für die finanzielle Absicherung im Alter in jedem Fall besser, frühzeitig einen Standard zu wählen, als eine bAV-Entscheidung auszusitzen bzw. gar nicht oder spät zu treffen.“

Die Hürden für Mitarbeiter, sich an der bAV zu beteiligen, sind aus Sicht von Aon derzeit noch deutlich zu hoch. Selbst äußerst attraktive bAV-Angebote seitens der Arbeitgeber werden oft nicht wahrgenommen. Der Grund dafür ist einfach: Menschen verhalten sich nicht immer rational, sondern folgen typischen Mustern. Dazu zählen Trägheit, fehlende Entscheidungsfreude oder erst in ferner Zukunft liegende Vorteile.

Carsten Hölscher: „bAV muss einfach sein. Unsere Vorschläge sind darauf ausgerichtet, es sowohl Arbeitnehmern wie Arbeitgebern leicht zu machen. Gleichzeitig wird die von uns vorgeschlagene Flexibilisierung einer neuen Generation von Arbeitnehmern gerecht, die es gewohnt sind, im „Internet of Things“ Produkte persönlich zu konfigurieren.“

Auch Flexibilität muss überschaubar bleiben. Deshalb bietet es sich an, mit vorkonfigurierten Betriebsrenten-Modellen auf unterschiedliche Lebensverläufe einzugehen. Beim „Frühstarter” steigen die Beiträge mit der Karriereentwicklung, während der „Bergwanderer” den Akzent auf die Jahre nach der Familienphase legt. „Dauerläufer” und „Endspurtler” steigen später und dafür mit höheren Beiträgen ein. So passen sich die individuellen Einstiegshürden der jeweiligen Lebensplanung an.

Quelle: https://www.bocquel-news.de/Paketl%C3%B6sungen-macht-bAV-f%C3%BCr-Angestellte-attraktiver.39708.php

Rente: 2,4 Millionen erhalten trotz 40 Beitragsjahren weniger als 1.000 Euro

Aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen erneut, dass selbst lange Beitragsjahre zur Rentenkasse vielen Versicherten keine ausreichend hohe Renten verspricht. Demnach erhalten 2,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner weniger als 1.000 Euro Rente, obwohl sie mindestens 40 Beitragsjahre vorzuweisen haben.

In Deutschland erhalten 2,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner weniger als tausend Euro Monatsrente, obwohl sie mindestens 40 Beitragjahre zur Rentenkasse vorzuweisen haben. Mehr als eine Million Ruheständler mit mindestens 40 Jahren Beitrag bekommen sogar weniger als 800 Euro Monatsrente ausgezahlt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die dem Versicherungsboten vorliegt. Zuerst hat die Nachrichtenagentur AFP auf die Daten aufmerksam gemacht.

45 Beitragsjahre: 814.000 Ruheständler unter 1.000 Euro

Selbst wer mindestens 45 Beitragsjahre in die Rentenkasse vorzeigen kann und eine „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ erhält, kann nicht auf eine auskömmliche Rente hoffen. In dieser Gruppe erhielten rund 814.000 Rentnerinnen und Rentner weniger als 1.000 Euro Monatsrente, so geht aus der Antwort der Bundesregierung hervor.

Die Bundesregierung betont aber, dass die gesetzlichen Renten nicht die einzigen Einkommen im Rentenalter sind. „Bei der Höhe einer Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung kann grundsätzlich nicht auf die Einkommenssituation im Alter geschlossen werden, da u. a. weitere Alterseinkommen und der Haushaltskontext nicht berücksichtigt sind“, heißt es hierzu in der Antwort auf die kleine Anfrage.


Im Inland gezahlte Versichertenrenten nach SGB VI. Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Trotzdem mahnt Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken, Verbesserungen an. „Löhne und Renten sind vielfach zu niedrig in Deutschland. Dass Millionen Menschen so wenig Rente erhalten, obwohl sie jahrzehntelang eingezahlt haben, untergräbt das Vertrauen in die gesetzliche Rente“, sagt der 62jährige Stralsunder. Bartsch fordert einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde und ein höheres Rentenniveau.

Verzögerungen bei Grundrente

Die Bundesregierung will die Bezüge langjähriger Versicherter in der Rentenversicherung mit einer Grundrente aufstocken. Über den Gesetzentwurf will der Bundestag am Donnerstag abstimmen, nachdem Union und SPD wegen der unklaren Finanzierung lange über die Einführung stritten (der Versicherungsbote berichtete).

Anspruch auf das Rentenplus soll haben, wer mindestens 33 Jahre an Beitragszeiten für Beschäftigung, Erziehung oder Pflege vorweisen kann. Nach Schätzungen der Bundesregierung sollen im ersten Jahr 1,3 Millionen Menschen davon profitieren.

Doch auch wenn die Grundrente pünktlich zum 1. Januar 2021 eingeführt werden soll, müssen sich die Rentnerinnen und Rentner auf Verzögerungen einstellen. Auszahlungen an anspruchsberechtigte Neurentner soll es nach den jüngsten Vereinbarungen in der Koalition erst ab Juli 2021 geben, berichtet die „Rheinische Post“ aus Koalitionskreisen. Wer bereits Bestandsrentner sei, werde bis spätestens Ende 2022 warten müssen: Grund sei der enorme Verwaltungs-Aufwand für die Rententräger. Das Geld werde dann rückwirkend nachgezahlt.

Quelle: https://www.versicherungsbote.de/id/4894880/Rente-Millionen-Beitragsjahre-weniger-als-Euro/

Betriebsrente: In der Ansparphase Steuern und Sozialabgaben sparen

Bei der betrieblichen Altersversorgung hilft der Staat und der Chef Arbeitnehmern. Bei der sogenannten Entgeltumwandlung überweist der Arbeitgeber einen Sparbeitrag unmittelbar aus dem Bruttolohn des Arbeitnehmers in einen Vorsorgevertrag. Somit sind die Beiträge zunächst frei von Steuern und Sozialabgaben. Diese werden erst auf die Auszahlungen im Ruhestand fällig. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV) durch die sogenannte „Entgeltumwandlung“ haben Arbeitnehmer seit 2002 Anspruch, ungeachtet, ob Arbeiter oder Angestellte bei einem großen oder einem kleinen Unternehmen beschäftigt sind. Für den Arbeitgeber ist es seit 2019 Pflicht, bei Neuverträgen 15 Prozent des Arbeitnehmerbeitrags zur Betriebsrente beizusteuern. Spart der Arbeitnehmer pro Monat beispielsweise 100 Euro für seine betriebliche Altersvorsorge, legt der Arbeitgeber zusätzlich 15 Euro pro Monat drauf. Den vollen Zuschuss erhält, wer unter der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung liegt (56.250 Euro brutto jährlich). Ab 2022 gilt dieser verpflichtende Arbeitgeberzuschuss auch für bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen.

Jeder Arbeitnehmer kann jährlich bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei umwandeln. Auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen dafür in Frage. 

Möglich wird die bAV entweder über ein direktes Rentenversprechen des Arbeitgebers („Direktzusage“) oder über externe Durchführungswege wie Unterstützungskassen, Pensionskassen, Direktversicherungen oder Pensionsfonds. Vorteil der bAV: Häufig sind die Verwaltungs- und Abschlusskosten günstiger als bei der privaten Vorsorge, weil der Arbeitgeber einen „Mengenrabatt“ nutzen kann.

Ein weiterer Vorteil: Die betriebliche Altersvorsorge istregelmäßig sicher vor einer Anrechnung im Sinne der Hartz IV-Gesetze. Auchsolange Sparer das Arbeitslosengeld I erhalten, sind sie gesetzlich nichtverpflichtet, ihre Rücklagen für die Vorsorge anzutasten. Bei finanziellenEngpässen besteht zudem die Möglichkeit, den bAV-Vertrag zeitweise ruhen zulassen und die Beitragszahlungen später wiederaufzunehmen.

Quelle: https://www.cash-online.de/berater/2020/betriebsrente-in-der-ansparphase-steuern-und-sozialabgaben-sparen/509938