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Steuerzuschuss bald bei 100 Milliarden Euro – Jeden dritten Renten-Euro zahlt der Steuerzahler

Ohne Steuerzuschüsse sind die Renten der Deutschen längst nicht mehr zu bezahlen. Bereits ein Drittel der gesetzlichen Rente trägt der Steuerzahler – und dessen Belastung wird laut eines Presseberichts weiter steigen. Das gelte selbst dann, wenn nach der Bundestagswahl keine neue Rentenreform mit höheren Leistungen für Senioren beschlossen werden sollte. Hier geht es zu den Hintergründen.

Die in diesem Jahr fälligen 91 Milliarden Euro an Steuergeldern, die in den Topf der gesetzlichen Rentenversicherung fließen, machen bereits mehr als ein Drittel der Rentenausgaben von heute rund 250 Milliarden Euro aus – und der Bedarf steigt weiter. Spätestens im Jahr 2020 dürfte der Steuerzuschuss erstmals 100 Milliarden Euro betragen und im Jahr 2021 bereits bei 103,5 Milliarden Euro liegen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Finanzplanung der Bundesregierung von März 2017 berichtet.

Sollte es zur Einführung eines „Demographiezuschusses“ kommen, den die SPD in ihrem Rentenkonzept vorsieht, dürfte sich die Abgabenlast für die Steuerzahler zusätzlich erhöhen. Der Zuschuss soll von 2028 an fließen, um den Anstieg der Beitragssätze zu dämpfen. Zunächst sind dafür rund 15 Milliarden Euro vorgesehen. Weitere Mittel würden für die Einführung einer „Solidarrente“ benötigt, die Geringverdienern zugutekommen soll (wir berichteten).

Aus der CDU komme deshalb „scharfe Kritik an den SPD-Plänen“, schreibt die Zeitung, sowie die Forderung, den Bundeszuschuss insgesamt stärker zu begrenzen. „Eine Rentenreform, die den Namen wirklich verdient, muss dazu führen, dass dieser Zuschuss wieder sinkt“, kritisierte der Vizechef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Fuchs das Rentenkonzept der SPD. „Alles andere wäre eine Mogelpackung, bei der die Steuerzahler am Ende die Zeche zahlen.“

Bundeszuschüsse steigen auch ohne Reformen weiter

Dass die Bundeszuschüsse aber auch ohne Reformen weiter steigen, liege an den gesetzlichen Anpassungsregeln, berichtet die FAZ weiter. Die Beträge sind demnach teils an die Entwicklung der Bruttolöhne und des Rentenbeitragssatzes gekoppelt, die beide auf Dauer steigen würden – der Beitragssatz spätestens von 2022 an. Teils folge die Höhe der Zuschüsse auch dem Mehrwertsteueraufkommen, das bei normaler Konjunkturlage verlässlich wachse, wie es heißt.

 

Quelle: https://www.pfefferminzia.de/steuerzuschuss-bald-bei-100-milliarden-euro-jeden-dritten-renteneuro-zahlt-der-steuerzahler/

 

Die Deutschen haben vielerlei „Vorsorgelücken“

21.6.2017 – Die Deutschen sparen derzeit lieber für den Urlaub als für die Altersvorsorge. Als Eltern sorgen sie zu wenig finanziell für ihre Kinder vor. Sehr viele wissen auch nicht, wie man in der aktuellen Zinssituation überhaupt richtig vorsorgt, und konsumieren deshalb lieber. Dabei hängt auch die Möglichkeit, „aktiv zu altern“, nicht zuletzt von der Einkommenshöhe in der Rentenphase ab – wobei sich dadurch zugleich die Nachfragestrukturen verändern. Große „Alters-Vorsorgelücken“ zeigen sich ebenso mit Blick auf sportliche Aktivitäten. Das alles geht aus einer Reihe von Studien hervor, die in jüngster Zeit veröffentlicht wurden.

43 Prozent der Bundesbürger haben für ihren jüngsten Haupturlaub mehr als 1.000 Euro pro Person ausgegeben. Das hat das Marktforschungsinstitut Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag der Union Asset Management Holding AG für deren quartalsweise erscheinendes „Anlegerbarometer“ herausgefunden. Befragt wurden dafür im Mai 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Für alle im vergangenen Jahr gemachten Urlaubsreisen zusammen haben deutsche Haushalte im Durchschnitt danach sogar 4.307 Euro aufgewandt, wobei sich 26 Prozent der Befragten die Haupt-Reisen zwischen 501 und 1.500 Euro kosten ließen und ein Zehntel mehr als 5.000 Euro. „Auf Pump“ vereisen sie aber nicht.

Urlaub „auf Pump“ geht gar nicht

Nur jeder 33. würde sich dafür nach eigenen Angaben Geld von der Bank leihen. Vielmehr spart – zumindest für größere Reisen – fast jeder zweite Deutsche gezielt an. Und fast jeder Vierte legt monatlich Geld für den Urlaub auch dann zurück, wenn es noch keine konkreten Reisepläne gibt.

Vor die Wahl gestellt, sich zwischen Urlaub und privater Altersvorsorge zu entscheiden, entscheiden sich derzeit laut Forsa-Umfrage 57 Prozent für das Reisen. Und dies, obwohl 69 Prozent von ihnen zugleich davon ausgehen, dass die gesetzliche Rente künftig zur Sicherung ihres gegenwärtigen Lebensstandards nicht ausreichen wird.

Die Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Handeln

Eine ähnliche Diskrepanz zwischen dem Bewusstsein, eigentlich vorsorgen zu müssen und dem tatsächlichen Handeln, hat die Yougov Deutschland GmbH bei einer ebenfalls im Mai durchgeführten Umfrage im Auftrag der Swiss Life Deutschland festgestellt. Dabei ging es um die finanzielle Vorsorge für die eigenen Kinder.

Jede dritte der 2.069 befragten Personen gab an, dass ihr bisheriges Engagement in dieser Hinsicht nicht ausreichend ist. Rund 60 Prozent der Eltern bekannten, dass sie für ihren Nachwuchs finanziell überhaupt nicht vorsorgen.

Finanzielle Kinder-Vorsorge scheitert oft am verfügbaren Einkommen

40 Prozent davon sagen, dass sie sich das finanziell derzeit ganz einfach nicht leisten können. 28 Prozent erklären jedoch auch frank und frei, dass sie dafür gar keinen Grund erkennen können.

Bei denen, die vorsorgen, geht auch hier ganz klassisch Sicherheit vor Flexibilität und Rendite. Ihre beliebteste Geldanlage ist daher nach wie vor das Sparbuch, wie fast vier von zehn Befragten angaben. Dahinter folgen mit einem Anteil von knapp über beziehungsweise unter einem Viertel Immobilien sowie Lebens- und Rentenversicherungen.

Das Wissensproblem bei der Geldanlage

Die Rendite ist nur für rund jedes zwölfte Elternpaar entscheidend. An mangelndem Wissen oder zu wenig Zeit für die Beschäftigung mit der Materie liegt es nach eigener Einschätzung der Befragten jedoch nicht, dass sie sich so entscheiden, denn dies nennen nur drei beziehungsweise zwei Prozent als Hinderungsgrund.

Diese Selbsteinschätzung könnte nach dem „Income-Barometer“, den die Gesellschaft für Konsumforschung SE (GfK) in unregelmäßigen Abständen im Auftrag der J. P Asset Management erstellt, jedoch falsch sein. Rational lasse sich schließlich nicht begründen, dass 78 Prozent mit dem Ertrag ihrer Sparprodukte unzufrieden sind, aber trotzdem ihr Anlageverhalten nicht verändern.

Der Wunsch nach „Sicherheit“ dominiert alles

Drei Viertel der Bundesbürger gehen danach zwar davon aus, dass die Zinsen noch längerfristig niedrig bleiben. 74 Prozent schätzen sich aber zugleich selbst als „sicherheitsorientiert“ oder sogar „sehr sicherheitsorientiert“ ein, denen es vor allem wichtig ist, ihr Kapital zu erhalten.

Nur 14 Prozent trauen sich zu, zu Gunsten von mehr Rendite die Risiken des Kapitalmarkts einzugehen. 35 Prozent haben Angst vor Schwankungen und Verlusten, und 17 Prozent sind die Kosten dieser Form der Kapitalanlage zu hoch.

Das alles liegt nach Einschätzung der Studienautoren „schlicht und ergreifend daran, dass mehr als die Hälfte der Deutschen das Thema einfach nicht versteht“ und vor allem deshalb derzeit knapp die Hälfte der Befragten größere Konsum-Anschaffungen einer Geldanlage vorzieht. Es bestehe daher nach wie vor Nachholbedarf bezüglich des Kapitalmarktwissens für die deutschen Privatanleger.

So wüssten beispielsweise 57 Prozent der 1.828 im zweiten Quartal 2017 Befragten nicht einmal, dass auch Aktien und Anleihen regelmäßige Erträge erbringen. Genau auf die legen 29 Prozent von ihnen jedoch hohen Wert.

Manchmal ist auch der „innere Schweinehund“ im Spiel

Nicht mangelndes Wissen, sondern schlicht der „innere Schweinehund“ ist der Grund, dass es bei einer anderen Art der „Alters-Vorsorge“ ebenfalls erhebliche Defizite gibt. Das hat eine online-repräsentative Umfrage ergeben, die gemeinsam von der deutschen Niederlassung der Canada Life Assurance Europe plc und dem Meinungsforschungs-Institut Toluna GmbH durchgeführt wurde.

Dabei wurden insgesamt 1.000 Verbraucher zwischen 40 und 55 Jahren nach ihren wöchentlichen Trainingsgewohnheiten, ihren Motivationsfaktoren und nach den Hinderungsgründen befragt. Ergebnis ist, dass es bei den künftigen Rentnern zwar durchaus ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein gibt, aber bei der praktischen Umsetzung „noch Luft nach oben“.

Den WHO-Richtwert für die sportliche Betätigung schaffen nur wenige

Den Richtwert der Weltgesundheits-Organisation WHO von 150 Minuten Sport je Woche erreichen nach eigenem Bekunden nämlich nur 15 Prozent der Befragten mehr oder weniger. 17 Prozent schaffen weniger als eine Stunde, und etwa ebenso viele machen gar keinen Sport – aber immerhin sind zehn Prozent auch mehr als fünf Stunden pro Woche sportlich aktiv.

Als wichtigsten Hinderungsgrund für regelmäßige sportliche Aktivitäten benennen 41 Prozent ihren „inneren Schweinehund“. 33 Prozent geben an, dass ihnen im Alltag einfach die dafür notwendige Zeit fehlt, und 30 Prozent führen gesundheitliche Beeinträchtigungen an.

Die wichtigste Motivation, sich sportlich zu betätigen, ist für 53 Prozent die langfristige gesundheitsfördernde Wirkung. Mit 37 Prozent der Nennungen folgen das eigene Wohlbefinden und mit 31 Prozent das Naturerlebnis.

Auch „Aktives Altern“ ist stark einkommensabhängig

Nicht mit der Vorbereitung auf den Rentner-Status, sondern mit den Realitäten des Ruhestands hat sich eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge GmbH (DIA) befasst. In der geht es darum, wie der zunehmende Trend zum Lebensentwurf des „aktiven Alterns“ den Bedarf an Produkten und Dienstleistungen verändert – und wer sich den eigentlich leistet und tatsächlich leisten kann.

Zur letzteren Gruppe gehören Menschen ab 60 Jahren laut Studienergebnissen vor allem dann, wenn sie im Durchschnitt ein monatliches Nettoäquivalenz-Einkommen von mindestens 2.923 Euro haben. Die im Alter weniger Aktiven verfügen mit 1.677 Euro nur über rund die Hälfte davon.

Eine „Lebensphilosophie“ will auch finanziert werden

Die stärkere Fokussierung auf die einkommensstärkste Gruppe wird in der Studie auch darauf zurückgeführt, dass mit den Unterschieden beim Einkommensstatus oft zugleich andere „Lebensphilosophien“ einhergehen. Die Dominanz der für ein „aktives Altern“ notwendigen Finanzkraft signalisieren den Angaben zufolge auch die Konsumausgaben je Quartal.

Die liegen bei denen, die diesen Lebensentwurf im Alter besonders intensiv verfolgen, bei 11.189 Euro. Jene, die ihn nur in ganz geringem Maße pflegen (können), geben nur 5.769 Euro pro Quartal aus.

Die Nachfrage verändert sich strukturell

Dabei ändert sich am Grundbedarf an Produkten und Dienstleistungen wie wohnungsnahe Einkaufsmöglichkeiten sowie gesundheitliche Versorgung oder gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch den Trend zum aktiven Altern nur wenig. Erhebliche Veränderungen wird es laut Studie jedoch beispielsweise bei der Nachfrage nach Fort- und Weiterbildung geben.

Gleiches gelte mit Blick auf den Bedarf an kulturellen Veranstaltungen sowie Möglichkeiten, auch außerhalb von Vereinen und ohne Leistungsdruck sportlichen Betätigungen nachzugehen. Und ebenso hinsichtlich der Erwartungen zur Versorgung im Pflegefall.

Ein Anlass für grundsätzliches Nachdenken

Hier verortet die Studie „Generation 55plus: Lebensqualität und Zukunftsplanung“, die im Auftrag des DIA von der AGP Sozialforschung und vom Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft erstellt wurde, besonders deutliche Präferenzveränderungen. Dies vor allem hinsichtlich der Bereitstellung von wohngruppenähnlichen Einrichtungen als Alternative zur Pflege in Heimen und durch Familienangehörige.

Diese zu erwartenden Entwicklungen sollten nach Einschätzung der Studienautoren Anlass sein, ganz grundsätzlich über neue Dienstleistungen und Vorsorgeprodukte nachzudenken. Das nicht zuletzt deshalb, weil einer immer größeren Zahl älterer Menschen ein schrumpfendes Potenzial unterstützender Angehörigen-Netzwerke gegenüberstehe.

Die 400-Billionen-Dollar-Zeitbombe

Der Fortschritt führt dazu, dass Menschen länger leben werden. Diese gute Nachricht hat jedoch auch eine Kehrseite: Die Rentensysteme in vielen Ländern sind für eine ständig länger lebende Bevölkerung nicht ausgelegt.

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts steigt die Lebenserwartung ständig: Während 1947 Geborene eine Lebenserwartung von bis zu 85 Jahren haben, werden Menschen, die im Jahr 2007 das Licht der Welt erblicken, zumindest die Gesunden in den entwickelten Ländern erst mit 103 sterben. Sie leben 18 Jahre länger und müssen damit auch wesentlich länger vom System versorgt werden.

Das World Economic Forum hat in einer Studie untersucht, wie sich die längere Lebenserwartung auf die Rentenkassen auswirkt. Dabei haben die Wissenschaftler gleich mehrere Faktoren ausgemacht, die die zukünftige Altersversorgung vor Probleme stellen:

  • Der wachsenden Lebenserwartung stehen sinkende Geburtenraten in den entwickelten Ländern gegenüber: Die Bevölkerung der über 65-jährigen wird von heute 600 Millionen bis 2050 auf 2,1 Milliarden anwachsen. Während heute acht Werktätige auf einen Rentner kommen, werden es dann nur vier sein.

  • Die Hälfte der Menschheit hat keinen Zugang zu betrieblicher Altersversorgung, da sie nicht in einem gesicherten Arbeitsverhältnis angestellt ist.

  • Die Anlagerenditen befinden sich unterhalb des historischen Durchschnitts: Aktien rentieren derzeit bei drei bis fünf Prozent, Anleihen bei nur ein bis drei Prozent. Durch die hohen Kosten für Investments werden Gewinne zusätzlich geschmälert.

  • Die Sparquote ist der verlängerten Lebenserwartung nicht angemessen, was die Rentensysteme zusätzlich belastet.

Die Forscher vom WEF haben auf der Basis der heute bereits bestehenden Versorgungslücke von rund 70 Billionen USD die Situation im Jahr 2050 extrapoliert. Ihr Resumée ist alles andere als beruhigend: Die Unterfinanzierung der Rentensysteme wächst mit einer Jahresrate von fünf Prozent und summiert sich bis 2050 auf rund 400 Billionen USD.

Dabei bestehen drei Viertel des heute schon vorhandenen Finanzierungsdefizits aus fehlenden staatlichen Zuschüssen, so das WEF. Ein Viertel jedoch ist auf mangelnde Eigenbeteiligung zurückzuführen, und hier seien es vor allem Menschen mit geringerem Einkommen, die aufgrund mangelnder Bildung in Geldangelegenheiten das Problem teilweise noch gar nicht erfasst hätten. Das WEF rechnet vor, dass zwischen 10 und 15 Prozent des Jahreseinkommens für die Altersvorsorge zurückgelegt werden müssten. Die Sparquoten in den meisten Ländern seien heute aber wesentlich geringer.

Um dem drohenden Kollaps der Rentensysteme vorzubeugen, empfiehlt das WEF mehrere Maßnahmen, die die Staaten möglichst bald in Angriff nehmen sollten:

  • Eine Überprüfung des Renteneintrittsalters

  • Die Bereitstellung von klaren Informationen und Daten über das nationale Rentensystem einschließlich der Höhe der zu erwartenden Versorgung für den Einzelnen

  • Bildungsförderung in Finanzangelegenheiten, die schon in der Schule ansetzt und vor allem die am meisten betroffenen bevölkerungsgruppen adressiert

Michael Drexler, Vorstand beim WEF, vergleicht den drohenden Kollaps der Altersvorsorge mit dem Klimawandel: “Wie beim Klimawandel sind die Konsequenzen heute noch nicht sichtbar. Aber wenn wir heute nichts unternehmen, häufen die Probleme sich auf und dann können wir nicht mehr eingreifen.”

Quelle: http://www.fundresearch.de/Nachrichten/Top-Themen/Die-400-Billionen-Dollar-Zeitbombe.html

KäuferPortal – Altersvorsorge – Genau die richtige Entscheidung.

Große Entscheidungen

müssen nicht kompliziert sein

https://www.youtube.com/watch?v=xvqVoAJkuUM

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Quelle: http://www.kaeuferportal.de/

Betrieblicher Altersversorgung: Kein Ausschluss von Minijobbern

!!! Auch geringfügig Beschäftigte können per Entgeltumwandlung betrieblich fürs Alter vorsorgen. Eine Nutzung dieser Möglichkeit kann nicht nur im Interesse der Betroffenen sein, sondern auch im Interesse der Arbeitgeber. Denn so ist mehr Flexibilität im Einsatz der Jobber möglich. Die Entgeltumwandlung ist bis zur Höhe von maximal 4 % der aktuell geltenden Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung möglich. Diese liegt derzeit (2017) bei monatlich 6.350,00 €. 4 % davon sind 254,00 €. Bis zu diesem Höchstbetrag können auch Minijobber ihr Gehalt in Altersvorsorge umwandeln. Unterm Strich kann das reguläre Gehalt – vor Entgeltumwandlung – monatlich bis zu 704,00 € betragen, ohne dass Sozialversicherungspflicht eintritt (außer bei der Rentenversicherung).!!!

04.05.2017 – Die Hälfte der Minijobber erhält noch nicht einmal den Mindestlohn – diese offenkundige Diskriminierung von Minijobbern war Anfang 2017 ein großes Thema und wurde – zu Recht – insbesondere von den Gewerkschaften angeprangert. Verwunderlich ist allerdings, dass sozusagen im eigenen Laden bei den Gewerkschaften eine ganz ähnliche Diskriminierung für rechtens empfunden wird.

Denn eine Gesamtbetriebsvereinbarung von ver.di sieht den Ausschluss von Minijobbern von der betrieblichen Altersversorgung vor. Das hielt das Landesarbeitsgericht (LAG) München in einem Urteil nun für rechtswidrig (Az. 10 Sa 544/15). Bemerkenswert ist, dass ver.di hiergegen Revision beim Bundesarbeitsgericht eingelegt hat (Az. 3 AZR 83/16).

Verhandelt wurde über den Fall einer Arbeitnehmerin, die (unter Berücksichtigung der Beschäftigungszeiten bei einer Vorgängerorganisation der Gewerkschaft) seit November 1991 bei der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft/ver.di tätig war. Seit März 2004 als geringfügig Beschäftigte. Ver.di gewährt den Mitarbeitern eine Betriebsrente. Allerdings schließt die Versorgungsordnung geringfügig Beschäftigte aus. Dagegen klagte die Mitarbeiterin.

Das Landesarbeitsgericht verpflichtete nun ver.di zur Anmeldung der Minijobberin zum Versorgungswerk. Das Gericht fand, dass der Ausschluss von Minijobbern bis Ende März 1999 vermutlich rechtens gewesen sei, da Minijobber damals von der Rentenversicherungspflicht ausgeschlossen gewesen seien. Dies habe sich seitdem geändert. Seit 2013 sind Minijobber sogar im Grundsatz rentenversicherungspflichtig (können diese Pflicht allerdings abwählen). Daher gebe es nun keinen sachlichen Grund mehr für die Differenzierung zwischen geringfügig Beschäftigten und anderen Teil- bzw. Vollzeitbeschäftigten. Mithin verstoße der Ausschluss von Minijobbern gegen das im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankerte Diskriminierungsverbot von Teilzeitlern.

Das LAG bezog sich auch ausdrücklich auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, 9.9.1999, Az. C-281/97). Danach müssen geringfügig Beschäftigte grundsätzlich gleiches Entgelt wie andere Beschäftigte erhalten. Das Gericht sah auch keinen Grund, Minijobber, die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, von der Betriebsrente auszuschließen. Bei diesen sei der Versorgungsbedarf sogar eher höher als bei anderen Arbeitnehmern.

Quelle: https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/betriebliche-altersversorgung/betrieblicher-altersversorgung-kein-ausschluss-von-minijobbern