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Rating: Vier Berufsunfähigkeits-Versicherer sind „hervorragend“

7.4.2021 – Am Unternehmensrating der Berufsunfähigkeits-Versicherer von Franke und Bornberg haben Ergo, Generali, HDI und Nürnberger teilgenommen. Alle wurden mit der Höchstnote bewertet. Die Analysten loben Fortschritte bei den Unternehmen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden erst langsam sichtbar.

Die Franke und Bornberg GmbH hat am Montag die Ausgabe 2020/2021 ihres BU-Unternehmensratings veröffentlicht.

Es basiert nach Unternehmensangaben auf

  • einem „umfangreichen Datenpool, der sich aus den Antworten der teilnehmenden Unternehmen speist,
  • Stichproben bei den Gesellschaften vor Ort verbunden mit einer eingehenden Untersuchung der Leistungspraxis, Arbeitsprozesse und Systeme in der Risiko- und Leistungsprüfung sowie
  • eine ausführliche Stabilitätsbetrachtung, die sowohl öffentliche Informationen wie Geschäfts- und Solvenzberichte berücksichtigt als auch nicht-öffentliche Daten wie beispielweise die Schadenquote mit einbezieht“.

Gegliedert ist die Untersuchung in drei Bereiche mit unterschiedlicher Gewichtung:

  • Kundenorientierung in der Angebots- und Antragsphase: 25 Prozent
  • Kundenorientierung in der Leistungsregulierung: 25 Prozent
  • Stabilität des BU-Geschäfts: 50 Prozent (das ist in der Tabelle unten von Franke und Bornberg falsch angegeben)

In die Stabilitätsbetrachtung sei nun auch Nachhaltigkeit der Prämienkalkulation einbezogen worden, erläutern die Rater. Die Details haben die Analysten im Internet in ihrer Bewertungsrichtlinie (PDF – 1,2 MB) veröffentlicht.

Nur noch vier Versicherer nehmen an dem Rating teil

Der Bewertung haben sich diese Lebensversicherer unterzogen:

Die Ergo Lebensversicherung AG und Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland, die sich dem Rating zuvor noch gestellt hatten, sind nicht mehr dabei. Das gilt auch für die Allianz Lebensversicherungs-AG, die sich an der Teilwertung „Leistungsregulierung“ beteiligt hatte (VersicherungsJournal 4.3.2019).

Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. und die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG hatten sich 2018 noch bewerten lassen (25.4.2018).

Alle Teilnehmer schneiden „hervorragend“ ab

Wie im Vorjahr erhielten alle Teilnehmer die Gesamtbeurteilung „FFF+“ („hervorragend“). Die gleiche Note erhielten die vier Versicherer auch in den drei Teilwertungen.

Insbesondere in der Antragsphase hätten die Gesellschaften gegenüber dem Vorjahr Punkte gewonnen, heben die Analysten hervor. Bei der „Kundenorientierung in der Leistungsregulierung“ seien insbesondere Nürnberger und HDI deutlich vorangekommen. Im Kriterium Stabilität hätten besonders Ergo und Generali große Fortschritte gemacht.

Kurze Zusammenfassungen der Ratingergebnisse der einzelnen Versicherer sind auf der Internetseite zum BU-Unternehmensrating abrufbar. Die jeweils etwa 120 Seiten umfassenden Detaildaten werden nicht veröffentlicht.

Corona-Auswirkungen sind noch nicht sichtbar

Da die erhobenen Daten sich auf das Jahr 2019 beziehen, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nach Angaben der Analysten jetzt noch nicht an den Ratingergebnissen ablesbar.

Es zeige sich aber schon, dass die Risiko- und die Leistungsprüfung überwiegend ins Homeoffice verlagert worden sei. „Wie erfolgreich die Abstimmung erfolgt und ob die Bearbeitungsdauern dadurch steigen, kann im nächsten Jahr nachvollzogen werden“, kündigt Franke und Bornberg an.

Corona mache die BU-Leistungsprüfung digitaler: Fragen zum Leistungsantrag an Versicherte würden zunehmend per Videochat gestellt und Services wie Teleclaiming (16.2.2015) würden häufiger angeboten. Reale Besuche beim Kunden fänden aktuell nur statt, wenn dies unumgänglich scheine.

Ob und wie die Corona-Restriktionen die Reaktionszeiten für Arztberichte, Gutachten und Krankenhausberichte und damit die Regulierungsdauern verzögern, sei noch unklar. Ebenfalls ungewiss sind für die Rater die Auswirkungen von Covid-19-Erkrankungen auf die BU-Quote.

Claus-Peter Meyer

Quelle: https://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/rating-vier-berufsunfaehigkeits-versicherer-sind-hervorragend-141806.php?vc=rss_artikel&vk=141806

So halten es die großen Versicherer mit dem BU-Schutz für Corona-Erkrankte

28.4.2021 – Finanztip wollte von 20 Lebensversicherern wissen, wie sich eine Erkrankung mit Covid-19 auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Versicherung auswirkt. Für alle Anbieter, die aussagekräftige Antworten lieferten, steht dabei der Krankheitsverlauf im Vordergrund. Bei milden Verläufen ist meist nach einer vierwöchigen Wartezeit eine normale Annahme, bei Long-Covid allerdings eine langfristige Zurückstellung oder sogar eine direkte Ablehnung möglich.

Ein schwerer Corona-Verlauf kann in vielen Fällen die erhoffte Absicherung der Arbeitskraft verhindern. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Finanztip Verbraucherinformation GmbH.

Sie hat im März und April bei 20 großen, nach Marktkapitalisierung ausgewählten Lebensversicherern nachgefragt, welche Folgen eine Infektion mit Covid-19 für den Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Versicherung hat.

Keine Rückmeldung erhielt die Gesellschaft für Verbraucher-Informationen von der Axa Lebensversicherung AG. Dagegen haben geantwortet:

Die Versicherer sollten Auskunft über ihre Annahmepraxis bei folgenden Krankheitsverläufen geben:

  • Covid positiv ohne Symptome
  • Covid positiv ohne Krankenhausaufenthalt
  • Covid positiv mit Krankenhausaufenthalt
  • von Covid genesen (ohne Symptome)
  • von Covid genesen (mit Krankenhausaufenthalt)
  • von Covid genesen, aber weiterhin beeinträchtigt

Zusätzliche Anmerkungen waren möglich.

Pauschale Angaben für unterschiedliche Krankheitsverläufe

Vier Anbieter lieferten zu allen sechs Krankheitsverläufen identische Antworten, darunter die Provinzial Versicherungen. Sie gaben durchgehend an, dieselben Gesundheitsfragen zu stellen wie vor Corona. Bei Rückfragen werde der Einzelfall geprüft. Es sei aber eine neue Richtlinie in Arbeit.

Auch die R+V antwortete unisono, dass jeder Antrag individuell geprüft und eingeschätzt werde. Die LVM erklärte durchgängig für alle Krankheitsverläufe, dass ein Zeitraum von drei Monaten abgewartet werde. Seien keine Folgen verblieben, werde uneingeschränkter Versicherungsschutz geboten.

Und die Versicherungskammer Bayern gab ausnahmslos an: „Bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeits-Versicherung fragen wir nicht explizit nach einer Covid 19-Erkrankung.“

Die Versicherer liegen in ihrer Risiko-Einschätzung weit auseinander

Finanztip bilanziert dementsprechend: „In ihrer Risiko-Einschätzung in Hinblick auf Corona liegen die Versicherer in Deutschland weit auseinander.“ Abgesehen von den Standardantworten ist jedoch bei allen Gesellschaften der Krankheitsverlauf entscheidend.

Bei einem leichten Verlauf bieten die meisten Versicherer nach einer vierwöchigen Wartezeit eine Absicherung ohne Beitragszuschlag oder zusätzliche Ausschlussklauseln an. Voraussetzung ist in der Regel eine folgenlose Ausheilung. Die Gothaer fordert hier mit drei Monaten die längste Karenzzeit.

Bei ausgeprägten Symptomen oder sogar einem schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt prüft die Mehrheit den Antrag zunächst nicht, sondern stellt den Vorgang drei Monate (Swiss Life) bis zwölf Monate zurück.

Die Debeka differenziert hier detailliert und gibt an, den Antrag nur sechs Monate zurückzustellen, wenn eine Beatmung oder Intensivbehandlung nicht erforderlich war. Die Gothaer weist daraufhin, dass sie eventuell weitere Untersuchungen wie ein Lungen- oder Nierenfunktionstest für eine Einschätzung erforderlich hält.

Ablehnung kann bei Long-Covid nicht ausgeschlossen werden

Danach folgen bei allen Anbietern individuelle Prüfungen und Einzelfallentscheidungen. Diese sind für alle Versicherer auch unabdingbar, wenn Menschen nach einer Infektion dauerhaft beeinträchtigt sind. Laut der Umfrage erfolgt in diesem Fall meist zunächst eine Zurückstellung um ein Jahr, um mögliche Folgen prüfen zu können.

Die Württembergische fügt hinzu: „Ob beziehungsweise in welcher Form der gewünschte Versicherungsschutz dann geboten werden kann, hängt vom Verlauf sowie eventuellen Folgen der Covid-19 Erkrankung ab.“ Ebenso offen äußert sich die Debeka: Eine „Ablehnung kann nicht ausgeschlossen werden“.

Versicherung sollte nicht ohne Hilfe abgeschlossen werden

Finanztip mahnt: „Die Berufsunfähigkeits-Absicherung ist eine der wichtigsten Absicherungen für alle, die von ihrem Arbeitseinkommen leben. Weil aber die Anträge komplex und die Tarife sehr unterschiedlich sind, sollte die Versicherung nicht ohne Hilfe abgeschlossen werden.“

Mona Backhaus

Quelle: https://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/so-halten-es-die-grossen-versicherer-mit-dem-bu-schutz-fuer-corona-erkrankte-141816.php?vc=rss_artikel&vk=141816

Wie die BU-Versicherung Steuern mindert

Wann die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzbar sind und wie die Auszahlungen im Leistungsfall besteuert werden, erklärt Michael Greifenberg, Versicherungsexperte bei der Generali-Tochter Cosmos Direkt.

Michael Greifenberg (Gastautor) // 30.03.2021  Lesedauer: 2 Minuten

Jedes Jahr dasselbe: Bis zum 31. Juli muss die Steuererklärung für das Vorjahr bei den Finanzbehörden eingegangen sein. Und auch wenn es vielen Menschen in Deutschland davor graut, der Aufwand kann sich durchaus lohnen. Im Jahr 2016 lag der durchschnittliche Erstattungsbetrag bei mehr als 1.000 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Auch Versicherungsbeiträge können geltend gemacht werden – solange sie im Rahmen der entsprechenden Höchstgrenzen liegen und der Vorsorge, also der Sicherung von Gesundheit und Vermögen, dienen. Dazu gehört unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).

So können die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei der rückwirkenden Steuererklärung für 2020 eine Rolle spielen. Sie sind steuerlich absetzbar, aber nur, wenn die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in Summe unter der Höchstgrenze von 1.900 Euro pro Jahr bei Angestellten und Beamten sowie 2.800 Euro bei Selbstständigen liegen. Nur dann können andere Versicherungsbeiträge bis zu Höhe der Differenz von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Auch im Leistungsfall, also wenn die Berufsunfähigkeitsrente ausbezahlt wird, ist das Finanzamt involviert. Denn die Rente aus einer privaten BU zählt zu den zeitlich begrenzten Leibrenten. Da die ursprünglichen Beiträge in der Regel aus dem versteuerten Einkommen stammen, sind die Rentenleistungen selbst nicht in voller Höhe steuerpflichtig. Lediglich der sogenannte Ertragsanteil wird versteuert, also die in den Rentenzahlungen enthaltenen Zinsen.

Die Höhe ist abhängig von der zugesagten Rentenlaufzeit: Je länger die Zahlung der Rente vereinbart wird, desto höher ist der zu versteuernde Anteil. Wird die Rente beispielsweise für zehn Jahre bewilligt, sind 12 Prozent steuerpflichtig. Ist die voraussichtliche Leistungsdauer dagegen sehr lang, zum Beispiel 40 Jahre, liegt der steuerpflichtige Anteil bei 39 Prozent, also sind 61 Prozent immer noch steuerfrei.

Außerdem wird erst das zu versteuernde Einkommen, das über dem Grundfreibetrag für das Jahr 2020 von 9.408 Euro für Alleinstehende und 18.816 Euro für gemeinsam veranlagte Ehepaare liegt, versteuert.

Quelle: https://www.dasinvestment.com/wie-die-bu-versicherung-steuern-mindert/

Fondsgebundene Rürup-Rente: Für wen macht sie Sinn?

01.04.2021 Fondspolicen von RENÉ WEIHRAUCH

Experten glauben: Die Zielgruppe ist größer, als bisher immer angenommen wurde.

Als die Rürup-Rente (auch: Basisrente) 2005 eingeführt wurden, nutzten viele Selbständige, Freiberufler und Gutverdiener sofort diese neue Möglichkeit der privaten Altersvorsorge, bei der sie von erheblichen Steuervergünstigungen profitieren.

Nach dem Höhepunkt mit 300.000 abgeschlossenen Verträgen im Jahr 2007 gingen die Zahlen dann regelmäßig zurück. Zuletzt stiegen sie allerdings wieder leicht an.

Einer der Gründe: Immer mehr Menschen interessieren sich für die Möglichkeit, die die Rürup-Rente in der fondsgebundenen Variante zu nutzen. Fachleute sehen darin den richtigen Weg: „Wegen der absehbar tiefen Zinsen ist die Basisrente als klassische Rentenversicherung mit Zinsanlagen wenig attraktiv. Mehr Chancen bieten fondsorientierte Produkte, die die Chancen an den Aktienmärkten ausnutzen können“, befand etwa das Handelsblatt.

Der Background scheint also da zu sein – eine gute Gelegenheit für Makler, die fondsgebundene Rürup-Rente beim Beratungsgespräch ins Spiel zu bringen. Hinzu kommt: Galt die Basisrente bei ihrer Einführung lange Zeit hauptsächlich als sinnvolle Altersvorsorge für junge Selbständige und gut verdienende Angestellte, so setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass die Zielgruppe viel größer ist.

So ging man früher zum Beispiel davon aus, dass diese Form der privaten Altersvorsorge sich für abhängig Beschäftigte erst ab einem Jahreseinkommen von rund 70.000 Euro lohnt.

Heute sehen viele Experten diese Grenze bereits beim durchschnittlichen sozialversicherungspflichtigen Einkommen erreicht, was momentan bei etwa 40.000 Euro liegt.

Hintergrund ist die Staffelung der sogenannten „nachgelagerten Besteuerung“: Rentenzahlungen, auch Einkünfte aus der Basisrente, müssen versteuert werden. Allerdings erst ab 2040 zu 100 Prozent. Momentan werden nur 81 Prozent der Renteneinkünfte besteuert. Bis 2040 steigt der Satz jedes Jahr um einen Prozentpunkt. In der Ansparphase der Rürup-Rente können die Beiträge aber schon ab 2025 in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden.

In diesem Jahr sind es bereits 92 Prozent, was einem Höchstbetrag von 23.724 Euro entspricht. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat errechnet, dass sich daraus ein spürbares „Steuerplus“ ergibt. Dies macht die Rürup-Rente – zumal in ihrer fondsgebundenen Form – auch für breite Schichten von Angestellten und Angehörige der Ü-50-Generation attraktiv.

Eine weitere Zielgruppe, die Makler im Auge behalten sollten, sind Frauen. Viele haben noch immer hohe Rentenfehlzeiten, weil sie zum Beispiel Angehörige gepflegt oder sich um die Kindererziehung gekümmert haben. Dadurch verringert sich ihre durchschnittliche Rentenerwartung im Vergleich zu Männern deutlich, wohingegen die Lebenserwartung im Schnitt höher liegt als bei Männern.

In diesem Zusammenhang können Makler im Beratungsgespräch darauf hinweisen, dass Leistungen der Basisrente innerhalb der Familie aufgeteilt werden können. So lässt sich zum Beispiel Rentenlücke der Ehefrau ein Stück weit schließen.

Und noch ein Hinweis: Da die Rürup-Rente ausschließlich als lebenslange Leibrente ausgezahlt wird (also keine Einmalauszahlung), verfällt das eingezahlte Kapital beim Tod des Versicherten. Zur Absicherung der Hinterbliebenen sollte deshalb sinnvollerweise eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden, die ihnen auch in diesem Fall weiter finanzielle Sicherheit bietet.

Quelle: https://www.procontra-online.de/artikel/date/2021/04/fondsgebundene-ruerup-rente-fuer-wen-macht-sie-sinn/

Soli-Ersparnis: So können Berater für eine Investition in die Altersvorsorge argumentieren

01.02.2021 Wolfgang Zehrt Berater

Auch wenn rund 20 Euro netto im Monat nicht die Welt sind: Dank des Soli-Wegfalls lässt sich mit etwas Geschick eine nette zusätzliche Altersvorsorge aufbauen. Die Bereitschaft der meisten Deutschen dazu ist mäßig, doch ein Viertel ist laut aktueller Umfrage noch unentschlossen, was mit dem Zusatzgeld anzufangen ist.

24 Euro netto – das bleibt im Durchschnitt für den berufstätigen Single mehr am Monatsende übrig, nachdem der „Soli“ zum Jahreswechsel weggefallen ist. Das entspricht in den Großstädten monatlich sechs Milchkaffees oder zwei Pizzen vom Lieferservice. Die LV 1871 macht eine andere Rechnung auf, was man mit dem Geld machen könnte: Arbeitnehmer könnten beispielsweise gemeinsam mit ihren Arbeitgebern in die betriebliche Altersversorgung einzahlen.

Entscheidet sich der Arbeitnehmer, die zusätzlichen 24 Euro monatlich in eine fondsgebundene Direktversicherung zu investieren, erhält er zusätzlich zur Soli-Ersparnis noch eine Steuer- und Sozialabgabenersparnis sowie 15 Prozent verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss. Durch die gesamte Förderung werden so aus den anfänglich 24 Euro im Monat immerhin fast 55 Euro. Wer mit 27 Jahren startet, kann auf diesem Weg mit 67 Jahren eine monatliche Rente von rund 125 Euro oder eine einmalige Abfindung von rund 43.300 Euro erreichen. Die Realität sieht anders aus: Nach einer Studie der Generali sorgt in der Altersgruppe der 18- bis 32-Jährigen nur jeder Zweite überhaupt privat fürs Rentnerdasein vor. Die Folgen könnten dramatisch sein: „Eine ganze Generation läuft Gefahr, im Alter in die Armut zu rutschen“, mahnt Giovanni Liverani, Generali-Chef in Deutschland.

Nur jeder Zehnte will Soli-Geld fürs Alter zu nutzen

Auch mit der neuen Möglichkeit, mitdem zusätzlichen Cash finanziellen Engpässen im Alter entgegenzusteuern, scheint sich nur wenig zu ändern: Nur jeder Zehnte der 2.500 von LV 1871 und Civey Befragten nutzt den Wegfall des Solidaritätszuschlags für Investitionen in die Altersvorsorge. Nicht ganz nachvollziehbar, meint LBV 1871-Vorstand Hermann Schrögenauer, denn: „Den Betrag in Altersvorsorge zu investieren, zahlt sich aus. Unter anderem sind bAV und insbesondere die fondsgebundene Direktversicherung wegen ihrer Steuer- und Sozialabgabenersparnis hier eine attraktive Variante“. Trotzdem, ein Drittel der Befragten (32,4 Prozent) will die gewonnenen durchschnittlich 24 Euro lieber in laufende Kosten stecken. Ein Viertel (24,8 Prozent) hat das zusätzliche Bargeld noch nicht verplant – hier können Berater womöglich ihre Argumente für Vorsorge anbringe.

Quelle: https://www.procontra-online.de/artikel/date/2021/02/soli-ersparnis-so-koennen-berater-fuer-eine-investition-in-die-altersvorsorge-argumentieren/